Idee

Auf dieser Seite werden die zwei grundlegenden Vorschläge zur technologischen Verwirklichung der „Artificial Trees“  vorgestellt:

Idee I von Klaus Lackner: „Artificial Trees“

  • Filterung der Luft: das CO2 wird durch den künstlichen Baum aufgenommen
  • wenn CO2 in Kontakt mit Natriumhydroxid kommt, entsteht Natriumcarbonat, eine flüssige Lösung
  • die Luft wird durch die Fänger über Kalkwasser geleitet
  • Es löst das CO2, dabei entsteht Kalk
  • Das Gas wird wieder aus der Lösung entfernt Dieses Abfallprodukt wird anschließend in Ozeane gepumpt oder auch Lagerung in Containern (ehemalige stillgelegte Öl- und Gasfelder) unter der Erde
  • Jeder dieser „Urban Air Cleaners hat die gleiche Menge an CO2 absorbieren und O2 emitieren wie 1,200 echte Bäume und kann 200,000 m2 pro Tag filtern
  • Doch wo soll das CO2 gelagert werden? => CCS
_38852699_tree_203
(Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/14/14267/1.html)

technische Informationen:

  • Länge/Breite: 60m x 50m = 3000 m²
  • 10m x10m bei Plantagen in der Wüste
  • benötigt würden 30 Millionen Stück weltweit
  • 3 kg CO2 in der Sekunde
  • jeder Baum kann ca. 90.000 Tonnen Co2 pro Jahr aufnehmen

Idee II von Kubic/Martin: „Green Freedom“

  • “Sprit aus der Luft”: Produktion im Industriemaßstab
  • Man könne so auch noch in 50 Jahren Autos mit Benzinmotoren fahren
  • In großen Türmen wird durch Natriumcarbonat Lösung Luft gepumpt
  • 10m x 10m großer Filtereinlass Natriumcarbonat absorbiert CO2
  • Elektrochemischer Prozess zersetzt CO2 in seine Bestandteile Kohlenstoff und Sauerstoff
  • Gleichzeitig wird ein Teil des in der Lösung enthaltenen Wassers gespalten, sodass Wasserstoff entsteht
  • anschließend wird H2 mit C zu Kohlenwasserstoffen verbunden
  • Na2CO3 + CO2 + –> C + O2
  • 2 H2O –> 2 H2 + O2
  • H2 + C –> CH2
  • Aus diesen Moleküen aber bestehen Kraftstoffe wie Benzin, Kerosin oder Alkohol
  • pro Jahr 1000 Tonnen CO2 absorbierbar
  • Um die jährlichen globalen Emissionen (30 Milliarden Tonnen) bewältigen zu können, bedürfe es weiterer 30 Millionen dieser Filteranlagen
  • Ausführlichere Beschreibung vom Projekt „Green Freedom“

HB9R9FC0_Pxgen_r_600x400

(Quelle: http://www.earth.columbia.edu/news/2007/images/sight2.jpg)

Präzendenzfall

Tatsächlich gibt es einen historischen Präzedenzfall. 1909 entdeckte Fritz Haber, ein deutscher Chemiker, eine neue Art, Stickstoff  aus der Luft mit Wasserstoff zu verbinden, um Ammoniak zu erzeugen. Die technische Möglichkeit war bekannt, aber der Prozess war hoffnungslos und wirkungslos. Neue Tests von Haber, nachher benutzt von Carl Bosch, ergaben, dass Ammoniak in Industriemengen, für den Gebrauch sowohl im landwirtschaftlichen Bereich (Dünger) als auch für Sprengstoff , mit bedeutsamen historischen Folgen verbunden war. Haber wurde der Nobelpreis in der Chemie anerkannt. Das Verfahren  des Haber-Bosch-Prozesses unterstützte die „green Revolution“ in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts; Könnten ein Jahrhundert später Wissenschaftler, die an einem anderen anscheinend wirkungslosen Prozess herumpfuschen, sind einem anderen unerwarteten Durchbruch am Rande?

Prototypen

  • Starting small, thinking big
  • erster Prototyp soll 125.000 Euro kosten
  • kann am Tag eine Tonne CO2 aus der Luft zieht, das entspreche der Menge, die ein Flugpassagier auf dem Weg von London nach New York produziere

Funktionsweise:

  1. In beiden Fällen wird Luft mit einem chemischen Sorbtionsmittel in Kontakt gebracht, das durch einen chemischen Prozess Kohlendioxid bindet.
  2. Der Erfolg des Vorgangs hängt somit von der Größe und Menge der Sorbentia (Fläche, an der das Sorbtionsmittel angebracht ist) ab.
  3. Um die Wirkungsfläche zu vergrößern, wird ein verflüssigtes Sorbtionsmittel als feiner Nebel in die Luft gesprüht.
  4. -> durch diesen Vorgang würde die Luft allerdings weggeweht werden, sobald sie mit dem Absorbationsmittel in Kontakt gekommen ist. Deshalb muss die Luft aufgefangen werden.
  5. Das absorbierte CO2 aus der Luft kann in verflüssigter Form in einen Behälter geleitet werden.
  6. Nun kann das Gas durch eine Reihe von chemischen Prozessen vom Sorbtionsmittel getrennt werden
  7. Das Sorbtionsmittel kann recycled werden und das CO2 kann in flüssigem Zustand gelagert werden -> siehe CCS-Methode

 

proto

(Quelle:http://www.economist.com/sciencetechnology/tq/displaystory.cfm?story_id=13174375)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: